Die Luft ist draussen, aber nur beim Reifen…

 Nach 4 Stunden 55 Minuten ereichten Ueli Zimmerli und Dani Probst das Ziel in Imst/Tirol. Platz 10 in der Kategorie “Grand Master” – trotz Material-Defekt.

Bereits 2009 hatte Dani Probst auf der ersten Transalp-Etappe einen Kettenriss zu verbuchen. Heute, fünf Jahre später, kam die Defekt-Hexe auch wieder zu Besuch… Trotzdem gelang den beiden eine sehr gute Zeit unter fünf Stunden. Platz 10 in der Kategorie (165. Overall).

 

Dani Probst zur heutigen Start-Etappe: “Der Start verlief problemlos – auf den ersten 30 km wurde die Zeit neutralisiert. Wir konnten recht flott unser Tempo fahren und uns nach der ersten Stunde ab einer Druchschnittgeschwindigkeit von über 30km/h auf dem Tacho erfreuen. Das Wetter spielte ebenfalls mit – kein Regen und einigermassen angenehme Temperaturen.

Am Plansee ging es in einen ersten wunderschönen Singetrail, der leider nicht mit Genuss gefahren werden konnte, da sich sehr früh schon ein “Biker-Stau” bildete.

Transalp 2014

Bild: sportograf.com

Der erste knackige Anstieg hinauf zum Mäuerle ging recht gut und wir konnten unser Tempo halten. Es folgte ein stetiges auf und ab, bis zur ersten Tageswertung, die speziell auf mich zugeschnitten war: auf der Freeridestrecke von Lermoos wurde auf einem Teilstück für jeden Teilnehmer die Zeit gemessen. Leider hatte ich keine freie Fahrt und konnte so nicht um den Tagessieg kämpfen! Ein eher gemütlicher Anstieg folgte bis zum Bieberwier, wo uns Kevin mit “Red Bull” eindeckte und wir gestärkt den grossen Anstieg zum Marienbergjoch in Angriff nehmen konnten – und der hatte es wirklich in sich!
Am Anfang recht moderat, bis zur letzten Vepflegunsstelle, aber danach wurde es richtig steil – bis zum Absteigen und Hochschieben. Am Schluss erreichte die Steigung sicherlich 20%. Keiner vermochte an dieser Stelle die Pedale noch zu kurbeln.

In der Abfahrt ab dem Marienbergjoch wollten wir es dann richten. Ein wenig Luft aus den Reifen lassen, um dann volle Kanne den Berg hinab zu brausen. Aber wie schon 2009 erwischte uns auch heute in der ersten Etappe die Defekt-Hexe: Nach einem Steinschlag spürte ich ein schwammiges Gefühl am Hinterrad und fuhr in der Folge auch schon auf der Felge – am Reifen fing ich mir einen Riss ein und die Dichtungsmilch verteilte sich aus dem Tubless-Reifen auf dem Trail. Noch bevor mein erstes Fluchen verstummte, war Ueli schon dabei mein Hinterrad auszubauen. Schlauch aus der Satteltasche, ran an die Felge und mit Luft aus der Kartusche wieder Luft in das System – und zu allem Ärger noch die Handpumpe hervorholen, da die Luft der Kartusche nicht ganz reichte.

Bild: sportograf.com

Nicht mit Vollgas, sondern mit Vernunft sollte es nun weiter gehen – schliesslich war da noch dieser Schlitz im Reifen und jeder Stein hätte den frisch montierten Schlauch öffnen können.

Im Talboden angekommen, machten sich jetzt aber auch noch Krämpfe bemerkbar. Unser Tempo wurde dadurch unweigerlich ein weiteres Mal ein bisschen gebremst. Die letzten 15 Kilometer auf Forstwegen gingen dann aber doch flott voran. Ueli und ich waren dann doch recht froh, unter 5 Stunden im Ziel die erste Etappe beendet zu haben.”

Um 21 Uhr – beim letzten Telefongespräch, hörte man Dani die Tages-Strapazen bereits nicht mehr an. Das Wetter macht den beiden derzeit am meisten Sorgen. So soll das Tief, welches wir in Balsthal am Sonntag bereits “geniessen” durften, morgen Montag auch den Transalp mit heftigen Niederschlägen heimsuchen.

BikeHouse-Tag1
 Strecke Tag 1 

Oberammergau – Imst

97.8 Km, 2‘215 Höhenmeter;
Marienbergjoch (1821 müM)

Streckenprofil >

Die erste Etappe beginnt mit einer Einrollphase auf der Straße durch den Ammerwald, bevor es am Plansee (Tirol) so richtig losgeht. Ein flacher Pfad zum Cruisen über dem Seeufer bedeutet den Startschuss für die Trail-Attacke der Craft BIKE Transalp 2014 powered by Sigma. Die gleich mit der kurzen, anspruchsvollen Trailabfahrt zu den Stuibenfällen, ihren echten Bike-Charakter offenlegt. Über das Mäuerle geht es auf Waldwegen nach Heiterwang und weiter im Tal bis Lähn. Hier geht es kurz hinauf, um die Freeridestrecke von Leermoos zu rocken, dem letzten fahrtechnischen Appetithappen der 2014er Startetappe.

Jetzt sind nur noch gute Beine gefragt, wenn es über das, am Ende steile, Marienbergjoch hinüber ins Gurgltal geht. Auf dem kupierten Waldweg am Talrand geht es schließlich flott in Richtung Ziel in Imst. 
Text: bike-transalp.de

 

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